2010 - 2014

2011 | Gleichstellung in der Lebenslaufperspektive

2011_Konferenz-Gleichstellung-Lebenslaufperspektive_GB-Nds

Zahlreiche Gleichstellungsbeauftragte aus Niedersachsen haben mit Gleichstellungsbeauftragten aus dem ganzen Bundesgebiet auf der zweitägigen Konferenz "Gleichstellung in der Lebenslaufperspektive" ihre Stellungnahmen zum Gutachten der Sachverständigenkommission erarbeitet. Das Gutachten der Sachverständigenkommission zum Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung darf kein zahnloser Papiertiger bleiben. Die kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbüros fordern deshalb von der Bundesregierung einen Paradigmenwechsel in der Gleichstellungspolitik, der die bestehenden Widersprüche auflöst und der die Grundlage legt für eine gleichberechtigte Teilhabe der Geschlechter über den gesamten Lebensverlauf hinweg.

2011_Konferenz-Gleichstellung-Lebenslaufperspektive_02

Wenn die Gleichstellungspolitik in Deutschland umschwenken will zu einer Politik aus einem Guss, dann muss sie auch die Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Bildung ernster als bisher nehmen. Hierfür ist die Aufwertung der sozialen Berufe in der frühkindlichen Bildung ebenso unerlässlich wie eine geschlechtsspezifische Pädagogik in den Kindertagesstätten und Schulen. Zu diesem Schluss kommt die Sachverständigenkommission.

2011_Konferenz-Gleichstellung-Lebenslaufperspektive_01

Auf Widerstände bei der Verwirklichung ihrer individuellen Lebenschancen stoßen Frauen nicht nur zu Beginn ihres Erwerbslebens, sondern auch im weiteren Verlauf. Wie auch die Sachverständigen fordern die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten daher, die strukturellen Ursachen für die Benachteiligung von Frauen zu bekämpfen. Die Abschaffung der Minijobs sowie die Einführung einer Sozialversicherungspflicht ab dem ersten Euro sind dazu genauso erforderlich wie eine Frauenquote in Aufsichtsräten und Führungspositionen.


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