2010 - 2014

2014 | 22. Bundeskonferenz kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen in Potsdam

"Sie sind das Fundament für die Gleichberechtigung in den Kommunen." Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig betonte zur Eröffnung der Bundeskonferenz die Wichtigkeit der Gleichstellungsarbeit vor Ort und versprach ihre politische Unterstützung. Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit für alle werde es nur durch die Gleichstellung von Männern und Frauen geben - und dafür müssten sich auch die Männer bewegen, betonte die Ministerin.

Die Zeit ist reif für Veränderung! Das ist das Fazit der 22. Bundeskonferenz kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen in Potsdam. Unter dem Titel "Wirklichkeiten und Visionen, Strategien für eine erfolgreiche Gleichstellungsarbeit" trafen sich über 400 Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte aus dem gesamten Bundegebiet vom 26. bis 28. Januar in Potsdam.

"Erfolgreiche Gleichstellungsarbeit erfordert, sich ständig neuen Anforderungen zu stellen", so der Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros in Niedersachsen. Auf dem Weg hin zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft gilt es, neue Themen aufzugreifen, engagierte Positionen zu entwickeln und in der institutionellen Gleichstellungspolitik auf kommunaler Ebene umzusetzen. Für eine erfolgreiche Gleichstellungspolitik für Frauen und Männer müssen ausreichend Ressourcen - Personal, Zeit und Geld - bereitgestellt werden.

Die kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten forderten auf der 22. Bundeskonferenz

  • eine umfassende Quotierungsregelung, um alle Führungsebenen gleichermaßen mit qualifizierten Frauen und Männern zu besetzen
  • ein Entgeltgleichheitsgesetz, das die Einführung eines diskriminierungsfreien Bewertungssystems mit Frauenförderregelungen in den Tarifverträgen koppelt sowie die Abschaffung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse
  • die Abschaffung von Betreuungsgeld und Ehegattensplitting
  • ein geschlechtergerechtes Steuersystem - diese Forderung hatte die LAG Miedersachsen eingebracht
  • die Finanzierung der Hilfesysteme für von Gewalt betroffene Frauen, z.B. Frauenhäuser, Notrufe und Beratungsstellen, als staatliche Pflichtaufgabe
  • die Einführung paritätisch besetzter Wahlvorschlagslisten in allen Kommunalvertretungen sowie
  • Gendergerechtigkeit in der Sprache.

Bei der Neuwahl der Bundessprecherinnen wurde mit Susanne Löb, Landkreis Wolfenbüttel, eine weitere Niedersächsin berufen. Nunmehr sind die Niedersächsischen Gleichstellungsbeauftragten mit vier Sprecherinnen auf Bundesebene vertreten. Petra Borrmann, (Stadt Delmenhorst), Beate Ebeling (Stadt Wolfsburg) und Katrin Morof (Landkreis Helmstedt) gehörten dem Gremium bereits an.

Neben Susanne Löb wurden durch die Bundeskonferenz fünf weitere neue Sprecherinnen gewählt: Martina Trauth-Koschnick (Potsdam), Inge Trame (Stadt Gütersloh), Saskia Veit-Prang (Stadt Wiesbaden), Heike Gerstenberger (Berlin, Bezirk Pankow) und Brigitte Kowas (Berlin, Bezirk Reinickendorf).
Verabschiedet wurden Roswitha Bocklage (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Wuppertal) und Heidrun Dräger (Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Ludwigslust-Parchim).

Das neue Sprecherinnengremium besteht aus 11 Gleichstellungsbeauftragten aus ganz Deutschland. Sie vertreten die Belange von mehr als 1400 kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten.

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Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Manuela Schwesig und Günter Baaske, Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie im Land Brandenburg, mit kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten

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Gruppenfoto niedersächsische Gleichstellungsbeauftragte

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Gruppenfoto Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte


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