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19.06.2018 - Feiertag in Niedersachsen - Gleichstellungsbeauftragte sind enttäuscht

Die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen (lag) bedauert die Entscheidung des Niedersächsischen Landtags, der am 19.06.2018 den Reformationstag zum neuen Feiertag in Niedersachsen beschlossen hat.

Die lag hatte gemeinsam mit dem Landesfrauenrat den 8. März als Vorschlag eingebracht, da er zu den wenigen Gedenktagen zählt, die weltweit einen engagierten Einsatz für Gleichberechtigung, Demokratie und Teilhabe in allen Lebensbereichen und die damit einhergehenden gesellschaftlichen Veränderungen und Partizipationsprozesse würdigen.

"Nicht nur wäre der internationale Frauentag ein starkes Zeichen für ein geschlechtergerechtes Niedersachsen gewesen", so Sarah Peters, Vorstandsmitglied der lag und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Nienburg, "100 Jahre nach dem erfolgreichen Kampf für das Wahlrecht für Frauen und 50 Jahre nach der zweiten Frauenbewegung von 1968, ist es auch an der Zeit", so Peters weiter.
Unterstützt hat die lag ihren Vorschlag mit einer breit angelegten Postkartenaktion "8. März- Feiertag für alle". Doch leider scheint "die Zeit auch im 21. Jahrhundert noch nicht reif für ein eindeutiges Signal für eine geschlechtergerechte Gesellschaft", bedauert die Gleichstellungsbeauftragte Magda Zynda-Elst den Beschluss des Niedersächsischen Landtags.

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