Aktuelles

6.5.2020 - lag unterstüzt den Aufruf "Wann, wenn nicht jetzt"

Über 20 bundesweit tätige Organisationen und Verbände stellen Forderungen an die Bundesregierung und Arbeitgeber, die sich vor allem auf die Situation von Frauen bezieht.

Lesen Sie den Aufruf auf der Website der BAG oder laden Sie den Aufruf als PDF herunter.

4.5.2020 - Kein Kurzarbeitergeld für Minijobber*innen: In der Corona-Pandemie zeigt sich die strukturelle Benachteiligung von Frauen in aller Deutlichkeit

Im März 2020 wurden die Regelungen für das Kurzarbeitergeld krisenbedingt befristet verbessert, um wirtschaftliche Nachteile auszugleichen, die durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus entstehen. Kurzarbeitergeld können jedoch nur Arbeitnehmer*innen beantragen, die auch versicherungs-pflichtig in der Arbeitslosenversicherung sind. Genau dies trifft auf geringfügig Beschäftigte nicht zu.

Die Zahl der Minijobs ist in den letzten Jahren nicht nur expandiert. Bemerkens-wert ist vielmehr, dass die Beschäftigten in diesen prekären Arbeits-verhältnissen überwiegend weiblich sind. Etwa zwei Drittel der ausschließlich geringfügig Beschäftigten im gewerblichen Bereich sind Frauen, in Privathaushalten sind es sogar 91%.

Durch die Maßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie stehen viele 450-Euro-Jobberinnen nun ohne Arbeit und zusätzlich ohne Zugang zu dem wichtigen Instrument des Kurzarbeitergeldes da. Sie gehen vollkommen leer aus, ihre finanziellen Einbußen werden mit keinem Cent ausgeglichen.


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28.4.2020 - Gastbeitrag von Sigrid Häfner: Pflegenotstand und Strukturreformen

"Es gibt inzwischen zahlreiche überzeugende, grundsätzliche Überlegungen für eine Reform bzw. Transformation des derzeitigen Wirtschafts- und Sozialsystems zur Überwindung oder zumindest besseren Steuerung der ebenso zahlreichen Krisen. (Stichwort: soziale Verunsicherungen) Es fehlt nicht an Wissen und Erkenntnis, auch nicht an punktuellen Lösungsansätzen. Die große Herausforderung ist allerdings, diese Lösungsansätze zu verstetigen, sie auf breiter Basis mithilfe neuer, tragfähiger Strukturen zu institutionalisieren, begleitend ein Bewusstsein zu fördern, das Veränderungen akzeptiert und unterstützt (¨) "

Bitte klicken Sie hier, um den ganzen Kommentar von Sigrid Häfner zu lesen.

Sigrid Häfner war von 1986 bis 1991 die erste Frauenbeauftragte der Stadt Göttingen und Gründungsmitglied der lag Niedersachsen. Anschließend war sie 10 Jahre lang als Frauenbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bundesweit für die Gleichstellung der Frauen in der Kirche zuständig.

23.4.2020 - Die lag fordert ein umfassendes Konzept für die Kinderbetreuung in der Corona-Krise!

Endlich wird die Notbetreuung in Kitas und Schulen ausgeweitet. Das wird auch Zeit, denn Frauen leisten neben der Erwerbsarbeit durchschnittlich 4,5 Wochenstunden Haushalts-, Fürsorge- und Pflegearbeiten. Entsprechend wichtig ist die Unterstützung durch eine verlässliche Kinderbetreuung.

Die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen (lag) hält die Ausweitung der Notbetreuung für längst überfällig und begrüßt diese Entscheidung. Denn gerade Frauen sind in ihrer Berufstätigkeit auf eine gute Infrastruktur von Kinderbetreuungseinrichtungen angewiesen. Auch während einer Pandemie!

Problematisch ist jedoch aus Sicht der lag, wer laut Niedersächsischer Verordnung vom 17. April 2020 einen Anspruch auf die Notbetreuung hat. Zum einen sind hier Kinder genannt, deren Elternteil in einem Berufszweig arbeiten, der von allgemeinem öffentlichem Interesse ist. Zum anderen steht die Notbetreuung lediglich den Kindern zu, deren Betreuung einem besonderen Härtefall entspricht, also z.B im Fall einer drohenden Kündigung oder einem erheblichen Verdienstausfall. Alle anderen Familien mit Kindern haben keinen Anspruch auf eine Notbetreuung.


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15.4.2020 - lag fordert: Landesweit Elternbeiträge für die Zeit der Schließung der Kindertagesstätten infolge der Corona-Pandemie aussetzen

Immer mehr Kommunen in Niedersachsen gehen inzwischen vorbildlich voran und beschließen das Aussetzen der Elternbeiträge für Kindertagesstätten. Zunächst gilt dies für April 2020, für die Zeit danach soll später neu entscheiden werden. Die lag begrüßt diese Entwicklung. Gleichzeitig befürchtet lag-Vorstandsfrau Angelika Kruse jedoch, dass ohne eine einheitliche Regelung ein Flickenteppich in Niedersachsen entstehen könnte: "Die finanzstärkeren Kommunen können es sich leisten, Eltern-beiträge auszusetzen, ärmere Kommunen dagegen nicht. Das lässt viele Familien im Stich."
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7.4.2020 - lag befürchtet: Die Corona-Krise kann für Tageseltern existenzbedrohende Auswirkungen haben

Kinderbetreuung durch Tageseltern ist eine bedeutende Säule in der Betreuungslandschaft. Tagespflegepersonen haben den gleichen Bildungsauftrag wie Kitas. Durch ihre zeitlich flexiblen Betreuungsangebote bilden sie eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Eltern auch zu Zeiten, in denen weder Schulen noch Kitas geöffnet haben, erwerbstätig sein können. Vor allem für Alleinerziehende, die die ganze Betreuungsverantwortung für ihre Kinder allein stemmen müssen, ist die bedarfsgerechte Betreuung durch Tageseltern existentiell wichtig. Zudem wird die Kindertagespflege vor allem für sehr kleine Kinder von vielen Eltern als familiäres Betreuungsmodell geschätzt.
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3.4.2020 - lag befürchtet: Traditionelle Rollenbilder verfestigen sich durch die Corona-Pandemie

Kein Unterricht mehr vor den Sommerferien? Niedersachsen stellt sich auf möglicherweise längere Zeiten der Schulschließungen ein. Wichtige Maßnahmen infolge der Corona-Pandemie verschärfen jedoch die Belastungen für Familien. Wer wird die zusätzlich erforderliche Betreuungs-, Lehrkräfte- und Sorgearbeit für Kinder leisten, wenn Schulen und Betreuungseinrichtungen noch wochenlang nicht öffnen können? Gleiches gilt für die Pflege von Familienangehörigen, wenn Tageseinrichtungen für ältere Menschen über einen längeren Zeitraum geschlossen sein sollten.
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8.3.2020 - Aufruf zum Internationalen Weltfrauentag: Frauen solidarisiert Euch!

"Männer und Frauen sind gleichberechtigt." So steht es seit 1949 im Grundgesetz (Art. 3, Abs. 2). Es war 1948/49 keinesfalls selbstverständlich, dass die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen wird. Im Parlamentarischen Rat sah es zu Beginn nicht danach aus, dass die Formulierung der Weimarer Republik: ‚Männer und Frauen haben dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten´ reformiert werden würde. Unter den zahlreichen Vätern des Grundgesetzes saßen lediglich vier Frauen: Elisabeth Selbert, Frida Nadig, Helene Weber und Helene Wessel.
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12.11.2019 - Pressemitteilung zur Landeskonferenz der lag am 13.11.2019 in Hannover

Ein Parité-Gesetz auch für Niedersachsen ist das Thema der Tagung der niedersächsischen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten am 13.11.2019 in Hannover. Schon im März 2015 startete die lag gemeinsam mit dem Landesfrauenrat Niedersachsen eine Onlinepetition: "Halbe/Halbe in Rat und Kreistag: Ändern Sie das Wahlgesetz!" Die Initiative hat die paritätische Teilhabe von Frauen in den Kommunalvertretungen des Landes Niedersachsen zum Ziel. Lesen Sie hier die gesamte Pressemitteilung.

09.10.2019 - Stellungnahme der lag zur Richtlinie Teilhabe und Zusammenhalt

Die Stellungnahme der lag zum Entwurf der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Teilhabe von zugewanderten Menschen und des gesellschaftlichen Zusammenhalts (Richtlinie Teilhabe und Zusammenhalt) finden Sie hier zum Download.

27.09.2019 - Istanbul-Konvention konsequent umsetzen

Die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen fordert das Land auf, die Umsetzung der Istanbul-Konvention konsequent umzusetzen. Die lag solidarisiert sich daher mit dem Vorstoß des Bündnisses "Istanbul-Konvention". Deutschland hat am 12. Oktober 2017 das "Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt" ratifiziert. Anfang Februar 2018 ist die rechtlich verbindliche Konvention in Deutschland in Kraft getreten. Die sogenannte Istanbul-Konvention. Ziel ist es, Frauen effektiv vor Gewalt zu schützen und ihnen ein diskriminierungsfreies Leben zu ermöglichen. Lesen Sie hier die gesamte Pressemitteilung.

09.05.2019 - lag lädt zur Konferenz nach Cloppenburg

Diskutiert werden die zunehmend populistischeren Auseinandersetzungen zu Gleichstellungsthemen. Gut 70 niedersächsische kommunale Gleichstellungsbeauftragten treffen sich am 9. Mai im Kreishaus in Cloppenburg, um dort gemeinsam über die zunehmend populistischer werdende Debatte um den Feminismus zu diskutieren. Mit Hinblick auf die anstehende Europawahl wächst die Sorge, dass diese populistischen Diskurse sich in den Wahlentscheidungen der EU-Bürger*innen niederschlagen.
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08.05.2019 - lag zur Woche der Geburt

Die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros (lag) nimmt die Weltwoche der Geburt in der 3. Maiwoche zum Anlass erneut auf die schwierige Situation der Geburtshilfe in Niedersachsen hinzuweisen. Besonders der Mangel an Hebammen bzw. Entbindungspfleger die Schwangeren als Ansprechpartner*innen für Fragen und Vorbereitung rund um die Geburt zur Verfügung stehen, geht weiter voran. Ebenso passiert es immer häufiger, dass Geburtshilfe in Krankenhäusern vorübergehend oder ganz schließen muss – teilweise auch aus Personalmangel! Besonders im ländlichen Bereich wird die Situation immer schwieriger. Denn: Schwangerschaft wird heutzutage mehr und mehr als ein medizinischer Risikozustand empfunden und weniger als natürlicher Zustand, einfach Teil des Lebens.
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07.03.2019 - Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros Niedersachsen fordert die Einführung eines Parité-Gesetzes

Zum diesjährigen Internationalen Weltfrauentag fordert die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen (lag) die Einführung eines Parité-Gesetzes, um die Zahl der Frauen in der Politik zu stärken. Im Jahr 1911 wurde der erste internationale Frauentag am 8. März ausgerufen. Ziel war es, an diesem Tag den Fokus auf den Kampf für die Gleichberechtigung der Geschlechter und das Frauenwahlrecht aufmerksam zu machen. Mehr als 100 Jahre später ist es uns selbstverständlich, dass Frauen an die Wahlurnen treten und mitentscheiden. Dass sie jedoch selbst diejenigen sind, die gewählt werden, kommt noch zu selten vor.
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